by Fabienne

Feiern mit Danea und Ramin - Aline schläft auf meinem Schoss

Noch bevor das alte Jahr zu Ende ging, ist Ramin, Ändus Nachfloger, angekommen. Er wohnt zur Zeit bei uns und so haben wir dann auch gemeinsam Silvester gefeiert. Zuerst bei Danea und ihrer Familie und nachher bei uns vor dem Haus auf der Strasse und schliesslich mit ein paar Gläsern Rum bei unseren Nachbarn. Ich würde sagen, wir sind gut gestartet in das neue Jahr…obschon ich noch nie so wenig Ahnung hatte wie jetzt, was es mir/uns wohl bringen mag.

Noch 3 Wochen. Dann geht unser Flug in die Schweiz. Wir sind nun definitiv am Aufräumen, Arbeit übergeben, Packen und Verabschieden. Eine emotional herausfordernde Zeit. Meist ist es noch immer unvorstellbar, wieder in der Schweiz zu sein…

Mit diesem Eintrag beenden wir auch unsere Wochenbilder. Wie wir unsere Rückkehr dokumentieren, wissen wir noch nicht. Werdet ihr aber sicher bald selber herausfinden!

Alles Gute fürs neue Jahr und bis sehr bald!!!!!

by Ändu

Der Strand von Marsella

Wir durften Weihnachten noch ein letztes Mal in Nicaragua feiern. Da haben wir uns schon ein schönes Örtchen auslesen müssen. Wir haben dann durch viele Grosszügigkeiten von verschiedenen Leuten (vielen Dank allen noch einmal!) zuerst eine Woche in der Nähe des Strandes Marsella und dann über Weihnachten am Playa el Coco verbringen können. Das tat gut. Seele plampen lassen, viel Zeit mit der Familie verbringen, Strandstimmungen bewundern, Spiel, Sport, feines Essen… und dann eine wunderschöne Weihnachtsfeier mit Liedern und selber erfundenen Geschichten. Einfach super.

Nun fühlen wir uns bereit für die letzten Wochen, die letzten Abschiede und dann die Reise in die Schweiz und in einen neuen Lebensabschnitt.  Allen schon mal “próspero año nuevo”!

by Fabienne

mit Melissa und Xavier vor unserer 2. Präsentation

Just zum Abschluss meines Einsatzes hier in Nicaragua bekam ich die Gelegenheit an einem nationalen Event an der Universität Centroamerica für alle EnglischlehrerInnen (öffentliche und private Schulen) meine Arbeit der vergangenen 3 Jahre zu präsentieren. Ich freute mich natürlich, dass ich so auf einen Schlag meine Erfahrungen einem breiten Publikum zugänglich machen konnte, aber noch viel mehr macht mich die Tatsache stolz, dass ich von 2 Young English Teachers (aus dem Jugendprojekt aus Ciudad Sandino) begleitet wurde, die einen Grossteil der Präsentation übernahmen (notabene fully in english…) und das nicht nur mit Leidenschaft sondern auch grosser Kompetenz taten. Natürlich waren die Nerven vor der 1. Präsentation zum Zerreissen gespannt und als dann genau in dem Moment als Xavier mit seinem Teil über die 6 Schritte des TPR beginnen wollte, sich der Strom verabschiedete, kam er dann kurzfristig etwas ins Stocken. Aber schliesslich sind ja sie beide die Nicas und noch viel mehr an die “netten”, bereits allzeit erwarteten Nebenerscheinungen gewöhnt als ich und so klappte dann doch alles wunderbar auch ohne die von Ändu mit Liebe gestaltete Powerpoint Presentation. (gracias mi amor!)

So fühlten wir uns denn vor der Nachmittagspräsentation schon ziemlich selbstsicher und posierten gerne für ein Photo… nach dem Interview mit der Journalistin!!!!

Es war toll zu erleben, wie Jugendliche, die ich über 2 Jahre ausgebildet habe, nun ihr Wissen weitergeben können! So schön, dass es dann danach noch Abschiedstränen gab….:-(

by Ändu

Letzte Stadtrunfahrt mit Matt

So, das sollte nun definitiv unser letzter Besuch gewesen sein. Matthew Harnack ist ein guter Freund aus Australien. Er hat eine Reise in Zentralamerika gemacht und uns in diesem Zusammenhang besucht. Es war schön, ihn bei uns zu haben und ihm einige Sehenwürdigkeiten von Nicaragua zu zeigen. Er hat bestätigt, was wir auch denken: Nicaragua ist das schönste Land in Zentralamerika! Am Freitag haben wir uns dann schon wieder verabschiedet und sind nun froh, dass wir die letzten Wochen noch für uns alleine haben.

by Fabienne

Der Vulkan "El Hoyo"

Letztes Wochenende konnte ich noch ein Geburtstagsgeschenk einlösen: Eine 2-tägige Vulkantour!

Mit all den Dingen, die ich momentan im Kopf habe (Arbeit abschliessen, erste Abschiede, Patienten Zuhause, Rückkehr in die Schweiz) blieb mir eigentlich keine Zeit zur Vorfreude. So gings denn am Samstagmorgen früh los Richtung Cerro negro und ich war schon beim Aufstieg hin und weg und verzaubert vom Vulkan, aktiv versteht sich, von der Umgebung vom starken Wind und konnte im Nu alle “Sörgelein” hinter mir lassen. Spätestens beim Hinunterspringen, schlittern, rutschen, fliegen war ich voll und ganz bei der Wanderung angekommen. Es ging dann über einen Anstieg mit traumhafter Aussicht auf eine unglaubliche Vulkankette hoch auf eine Ebene, wo wir auch schon Mittagspause machten. Beflügelt von der Natur erklimmten wir auch den Vulkan La Pila bevors dann weiterging zum El Hoyo, wo wir den Sonnenuntergang genossen und am Lagerfeuer den schwergeschleppten Wein schlürften. Wider erwarten wurde die Nacht nicht zur Qual. Es war gar nicht so kalt und das Schlafen unter freiem Himmel mit Mond und Sterne war traumhaft. Früh weckte mich die sanfte Morgensonne, verzauberte den Momotombo und den Managuasee. “Ausgeruht” nahmen wir den Abstieg zur Laguna de Asososca in Angriff und waren dann froh, als wir endlich ins kühle Nass springen konnten.

Verschwitzt, dreckig, müde und hungrig kamen wir am späteren Nachmittag in Leon an. Aber mehr als zufrieden und mit vielen wunderschönen Eindrücken und Erinnerungen, die ich mit in die Schweiz nehmen werde.

Danke noch einmal Doris und Nicole für das tolle Geschenk!

by Ändu

Am Donnerstag habe ich mich operieren lassen. Im Mai bin ich bei einem Tennistournier gestürzt und habe danach Probleme mit dem Knie bekommen. Cremen, Tabletten  und dann auch Physiotherapie haben nicht den erwünschten Erfolg erzielt, so dass ich vor ein paar Wochen ein MRI machen liess. Es stellte sich heraus, dass ich tatsächlich einen Riss am Meniskus flicken lassen sollte. Der artroskopische Eingriff ist nun also erfolgreich über die Bühne gegangen. Natürlich habe ich Mühe damit, geduldig abzuwarten, bis ich wieder mit Sport beginnen kann. Aber das schaffe ich schon.

Für Fabienne war es ein sehr spezieller Tag. Während ich unter dem Messer lag, ist nämlich Aline so blöd umgefallen, dass sie bewusstlos liegen geblieben ist. Zum Glück war es offensichtlich nur eine kleine Hirnerschütterung, denn nach kurzer Zeit ist es ihr schon wieder viel besser gegangen. Der Schock war aber natürlich gross. Am Donnerstag und am Freitag wurde also das Doppelbett von zwei Patienten benutzt. Geteiltes Leid ist halt doch halbes Leid.

 

by Fabienne

Padre Fernando Cardenal mit Joel und Aline

Letzte Woche kam Padre Fernando Cardenal, der Direktor von Fe y Alegría, zu uns zu Besuch. Wir wissen ja schon lange, dass er eine besondere Person ist. Aber während wir so zusammen sassen, gemeinsam Rösti und Schoggicreme assen und er erzählte, von der Arbeit mit Fe y Alegría, aus der Revolution, von der Alphabetisierungskampagne, seiner Zeit als Erziehungsminister, seiner Zusammenarbeit mit Daniel Ortega und was er von der heutigen Regierung denkt, seine Besuche im Vatikan (Fernando ist ein Jesuitenpriester) wurde mir sehr bewusst, dass ich einen Menschen vor mir habe, der nicht nur unglaublich viel erlebt hat, sondern auch wahnsinnig viel geleistet und erreicht hat. So hohen Besuch hatte ich wohl noch nie auf meinem Sofa Zuhause!

Aber nicht nur das: Padre Fernando ist eine Inspiration, er hilft mir zu träumen, und nicht nur bescheiden, sondern an Grosses zu glauben und sich dafür einzusetzen.

by Ändu

Für Aline neigt sich das Kindergartenjahr rapide dem Ende zu. An einem der letzten Tage im Kindergarten Montessori wollte sie ein kleines Abschiedsfest machen. Wir haben ein paar Bilder aus der Schweiz gezeigt, das “Schoggispiel” gespielt und am Schluss Butterzopf mit Schweizerfähnli verteilt. Das war sehr schön. Emotional mehr für uns Eltern als für Aline. Wir denken aber, dass sie nun schon auch realisiert, dass sie ihr “Gspänli” wahrscheinlich nie wieder sehen wird. Ja und für uns alle wird immer klarer, wie schnell es der Abreise entgegen geht.

by Fabienne

Der wieder gewählte Präsident - Daniel Ortega

Mit einer “unglaublichen” Mehrheit hat das Nicaraguanische Volk letzten Sonntag ihren Präsidenten, Daniel Ortega, wiedergewählt!!! Eine Wahl, die vorallem auch bereits im Vorfeld viele Fragen aufgeworfen hat. So hätte Herr Ortega eigentlich gemäss Verfassung gar nicht erst für die Wahlen kandidieren dürfen. Ob es nur Schein ist oder nicht, können wir nicht sicher sagen, aber das Volk scheint das nicht gross zu kümmern, denn am 6. November wurde Ortega mit über 60% der Stimmen gewählt!!! Wenn denn das kein deutliches Zeichen ist, sofern es nicht ein bisschen manipuliert wurde…

Wir blieben vorsichtshalber den ganzen Sonntag Zuhause, auch noch den halben Montag, es war nämlich keine Schule und als wir uns dann am Montagnachmittag wieder aus dem Haus wagten, blieben wir dann prompt in einem Strassenfest der Sandinisten stecken:(  Die Feiern über die gewonnene Wahl überzeugen uns nicht. Die Leute stehen meist einfach rum und hören nun wohl zum 100sten Mal die beiden Wahlkampagne – Lieder.

Am Dienstag hatten wir das Gefühl, man könnte jetzt doch wieder zum Alltag übergehen… weit gefehlt. Schon nachmittags gab es auf der Carretera Masaya kein Durchkommen mehr und wir blieben schon wieder unfreiwillig Zuhause. Vielleicht zum Glück, denn gegen Abend “verschlimmerte” sich die Situation und unzählige Autofahrer waren gezwungen über eine Stunde im Stau zu stehen und das nur, weil es offenbar keinen besseren Platz für die anhaltende Siegesfeier gibt, als die für den Verkehr in Managua sehr zentralen Kreisel…

by Ändu

Der dritte Bananenbaum hat nun reife Früchte. Damit haben wir ein Problem: was machen wir mit all diesen vielen Bananen? Wir haben schon Bananenbrot, -Marmelade, tonnenweise -saft und Dörrbananen gemacht, viele Früchte auch verschenkt….. und es ist immernoch mehr als die Hälfte übrig geblieben. Zugegeben, ein schönes Problem.